BYCZ10-279 – REWMA

Widerstandsfähige Gewässer: Management von aquatischen Invasionen für nachhaltige Ökosysteme

Die Ausbreitung invasiver Arten von Wasserorganismen, die wirtschaftliche Verluste, Lebensraumschäden und das Verschwinden einheimischer Arten zur Folge hat, stellt für das Grenzgebiet zwischen Tschechien und Bayern eine enorme Herausforderung dar. Dabei handelt es sich vor allem um Fische (Schwarzmundgrundel, Blaubandbärbling), Flusskrebse (Signalkrebs, Marmorkrebs) oder große Muscheln (Chinesische Teichmuschel). Es fehlen genaue Felddaten, und es ist unklar, in welchem Ausmaß wertvolle einheimische Arten bedroht sind. Daher können Landverwalter keine Korrekturmaßnahmen ergreifen, um ihre Ausbreitung einzudämmen oder ihre Ausrottung zu versuchen. Aufgrund der Nähe der Standorte und der Möglichkeit einer Ausbreitung invasiver Arten in beide Richtungen ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit notwendig. Ziel des Projekts ist es, aktuelle Daten zum Vorkommen und zur Verbreitung invasiver Arten sowie zum Gefährdungsgrad einheimischer Fische, Krebse und großer Muscheln zu liefern. Zentrale Aktivitäten sind ein gemeinsames Monitoring, die Errichtung von Barrieren gegen die Verbreitung invasiver Arten und die Ausrottung ihrer Populationen und gleichzeitig intensive Zielgruppenarbeit. Zielgruppe sind Naturschutzinstitutionen auf beiden Seiten des Gebiets, Gebietsverwalter, sondern auch die breite Öffentlichkeit, da die Umsetzung des Projekts die Artenvielfalt und die Qualität der Ökosystemdienstleistungen verbessern wird.

Die Kernaufgabe des Landschaftspflegeverbands Passau im Projekt REWMA beinhaltet die Planung und Errichtung von Krebssperren um Lebensräume heimischer Krebsarten vor der Einwanderung invasiver Arten zu schützen und so Refugialräume zu bewahren.